Kita Berliner Traumzauberland gGmbH

Marienstraße 19  •  12459 Berlin  •  Tel.: 030 844 228 17 • Mobil: 0176 61201478  • E-Mail: osw@kita-traumzauberland.de

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Konzept KiTa Traumschön

 

 

Hauskonzeption

 

 

 Konzept OWS

 

 

Marienstr. 19

12459 Berlin

Tel.: 030/ 844 228 17

osw@kita-traumzauberland.de

 

 

Gliederung der Hauskonzeption

 

 

Vorwort

1. Der Träger der Kita

2. Die Kita stellt sich vor

2.1 Sozial- räumliche Umfeld

2.2 Allg. Informationen zur Kita und anderen Häusern

2.3 Das Profil der Kita

2.4 Räumlichkeiten und Außengelände unserer Kita

3. Grundlagen der pädagogische Arbeit und ihre Ziele

3.1 Kita als Bildungsort

3.2 Klangschalenpädagogik als Kernpunkt unserer Arbeit

3.3 Weitere Kernpunkte unserer Arbeit

3.4 Unser Bild vom Kind

3.5 Die Beteiligung der Kinder

3.6 Unsere Rolle als Erzieher*in

3.7 Auszubildende

4. Bildung und Erziehung

4.1 Unsere Ziele, Kernpunkte und Aufgaben der pädagogischen Arbeit

4.2 Bildungsbereiche

4.3 Bildungsräume

4.4 Arbeiten nach dem Situationsansatz

4.5 Entwicklungsspezifische Förderung

4.6 Inklusion

4.7 Gestaltung des Tagesablaufs

4.7.1 Tagesstruktur

4.7.2 Feste und Feiern

4.7.3 Transitionen

4.7.4 Ausflüge

4.8 Gesunde Lebens- und Ernährungsweise

4.9 Dokumentation und Information

5. Zusammenarbeit mit den Eltern

5.1 Der Übergang von der Familie in die Kita

5.2 Unterstützung der Eltern im Alltag

5.3 Entwicklungsgespräche

5.4 Elternvertreter

5.5 Kinderschutz

5.6 Evaluation und Qualitätssicherung

Schlusswort

 

Vorwort

 

 

„Wer weiß was er will,

der will was er kann,

und kommt im Leben an“.

 

Das ist unsere Vision: Jedes Kind in seinen Fähigkeiten zu bestärken. Das Kind auf seinem Weg zu begleiten und  auf den weiteren Lebensweg vorzubereiten. 

Dafür brauchen Kinder ein sicheres Umfeld, vertrauensvolle Beziehungen, Schutz, Respekt, Anerkennung und Erfahrungen in seiner Selbstwirksamkeit.

Begleitend zeigen wir ihnen Möglichkeiten auf, bestärken sie in ihren Fähigkeiten und geben ihnen Zeit Wege zu finden, um zunehmend eigenständig und problemlösend ihre Ideen zu verwirklichen. 

Unser Ziel ist es, die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder wahrzunehmen und mit ihnen gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, diese zu realisieren. Wir bieten in unserer Kita einen familiennahen Ort zum Wohlfühlen und individuellen Entfalten.

Diese Konzeption spiegelt unsere pädagogische Arbeit, die personelle und räumliche Situation, die zeitnahen Abläufe sowie die Besonderheiten in unserer Kita wider. 

Da sich nicht nur Kinder weiterentwickeln, sondern wir uns als Erzieher*innen  auch in einem stetigen Lernprozess befinden, arbeiten wir nicht nur mit, sondern auch an unserer Konzeption. Sie wird daher regelmäßig überprüft und optimiert.

 

 

1. Der Träger der Kita

Die Berliner Traumzauberland gGmbH ist eine gemeinnützige Kindergarten- Trägergesellschaft. Das familiengeführte Unternehmen wird geleitet von:

 

Iris Kolbe als Gründerin und Geschäftsführerin, zuständig für Personalvorgänge, 

Jeni Kolbe als Gründerin und Pädagogische Geschäftsführerin,

Eric Kolbe als Geschäftsführer der Finanzen.

 

Weitere Kindertagesstätten werden bereits vom Träger betrieben. Diese sind auf der Webseite verlinkt. In den nächsten Jahren möchte die Trägergemeinschaft innerhalb Berlins wachsen. Die Motivation und das Engagement des Trägers fließen in eine umfassende Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder in enger Zusammenarbeit mit den Eltern.

Der Träger Berliner Traumzauberland gGmbH ist Mitglied des VKMK - Verband der Kleinen und Mittelgroßen Kitaträger Berlin e. V. und kann auf professionelle, fachliche Unterstützung innerhalb dieser Verbandstruktur zurückgreifen. Ebenso steht dem Träger eine Fachberatung zur Seite, welche die Teams begleitet unterstützt und in diesem Kontext Ansprechpartnerin für pädagogische Inhalte und Themen in einem kontinuierlichen Qualitätsentwicklungsprozess ist. Beratend steht sie den Mitarbeiter*innen in der Umsetzung der pädagogischen Inhalte mit den Kindern zur Seite.

Darüber hinaus arbeitet das Traumzauberland eng mit anderen Einrichtungen und Partnern zusammen. Dazu zählen Jugendämter in den jeweils relevanten Bezirken und andern sozialen Einrichtungen.

 

2. Die Kita stellt sich vor

2.1 Sozial-räumliches Umfeld

Oberschöneweide befindet sich in Köpenick, in unmittelbarer Nähe zur Spree, zur Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), sowie den Industriebauten an der Wilhelminenhofstraße. In der Umgebung gibt es viele Spielplätze, Parks, Wasser und Wald. Die Wuhlheide und das FEZ sind nur wenige Minuten entfernt.

2.2 Allgemeine Informationen zur Kita und anderen Häusern

Anschrift und Kontakt:

Kita „Traumschön“

Kitaleitung: Ulrike Pietsch

Marienstr. 19

12459 Berlin

Tel.: 030/ 844 228 17

E-Mail: osw@kita-traumzauberland.de

Öffnungszeiten

Die Kita „Traumschön“ hat Montag bis Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. 

Zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt die Kita geschlossen. Zusätzliche Schließtage und Brückentage werden rechtzeitig bekannt gegeben. In den Sommermonaten gibt es eine dreiwöchige Pause. 

2.3 Das Profil der Kita

In unserer Kita „Traumschön“ in Berlin Oberschöneweide betreuen wir 38 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Beginn der Schulpflicht. Wir begleiten die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung, arbeiten bedürfnisorientiert, naturnah und ganzheitlich. Der konzeptionelle Ansatz unterliegt dem Situationsansatz, welcher durch die Arbeit in der Klangschalenpädagogik nach Peter Hess gefestigt wird. 

In unserer Kita haben wir mehrere pädagogische Bildungsräume, in denen unsere Bezugsgruppen arbeiten. 

In der Krippe werden Kinder von einem Jahr bis ca. 2,5 Jahren und im Elementarbereich werden Kinder im Alter von ca. 2,5 bis sechs Jahren betreut. 

Die Kinder verbringen den Tag zusammen, sind jedoch in der pädagogischen Arbeit in altersgemischte Bezugsgruppen geteilt. In Morgenkreisen und Gesprächsrunden gestalten die Kinder den Tag mit, besprechen ihre Themen, planen Aktivitäten, erfahren eine wertschätzende pädagogische  Begleitung und fühlen sich ernst genommen. Sie dürfen sich mutig neuen Themenfeldern nähern, sowie soziale und kulturelle Interaktionen kennenlernen. 

Unsere Kinder äußern ihre Wünsche, sind partizipative Mitgestalter des Tagesgeschehens und sammeln umfassend soziale und kulturelle Erfahrungen mit anderen Kindern und Erwachsenen. Sie sind offen im Freispiel, treffen sich in Aktionsräumen, Freigeländen, gestalten gemeinsame Projekte oder arbeiten an hausübergreifenden Themen. 

Wir stellen den Kindern Möglichkeiten zur Verfügung, nach denen sie sich vielfältig und eigenständig ausprobieren können. Sie entscheiden selbstbestimmt und werden in ihrem Denken und Handeln bestärkt. 

Der Krippenbereich ist separat zu betrachten. Ein geschützter Raum bietet Sicherheit und Geborgenheit.

Die Kita Traumschön arbeitet mit der Zielsetzung:

- die Klangschalenpädagogik nach P. Hess fest im Kitalltag zu verankern,

- den Kindern eine gesunde und bewusste Ernährung mit biologischer Vollwertkost nahe zu bringen,

- ihnen einen naturnahen und nachhaltigen Ort der Erkundung, des experimentellen Erfahrens, kreativen Gestaltens, Rückzug und Ausgleich zum hektischen und reizüberfluteten Alltag anzubieten.

Diese Kernpunkte sind im Sinne einer ganzheitlichen Entwicklung, in enger Verbindung und Verknüpfung mit anderen Bildungsaufgaben wahrzunehmen und sind zugleich die Inhalte des Berliner Bildungsprogramms.

Ein Leitspruch unserer Arbeit ist, geprägt von Maria Montessori: „ Hilf mir es selbst zu tun!“. Für uns bedeutet das einerseits, Bedingungen für die Kinder zu schaffen, in denen sie sich ausprobieren, experimentieren und selbstbestimmt handeln können. Andererseits wollen wir auch verlässliche Bezugspersonen und Lernbegleiter*innen sein, die sich den Kindern liebevoll zuwenden, ihre Individualität schätzen, ihr Recht auf eigene Erfahrungen achten und ihre unterschiedlichen, individuellen Bedürfnisse respektieren.

2.4 Räumlichkeiten und Außengelände unserer Kita 

Unsere Räume gehören zur Lebenswelt der Kinder und sind weitaus mehr als nur Aufenthaltsorte. Ihre Bildungscharakter richten sich nach dem Entwicklungsstand der Kinder, deren Bedürfnissen und Interessen und befinden sich somit im ständigen Wandel und der Weiterentwicklung. Die Kinder dürfen sich hier wohl und eingeladen fühlen, um einen sicheren Raum zum Spielen, Experimentieren, Ausruhen zu finden, sowie um Sozialkontakte zu knüpfen. 

In unserem Haus finden Sie: 

- einen Eingangsbereich mit Durchgang zum Garten

- eine großzügige Garderobe

- ein Kinderbad mit Waschmöglichkeiten, Wickelbereich und Toiletten

- Bildungsräume für den Elementarbereich (Himmelszimmer, Aktions-, Rollenspiel- und Kreativraum)

- Räume für den Krippenbereich

- Büro der Leitung

- Flure, Personal- und Besucher-WC, Verteilerküche, Kammer

- Keller und Außengelände 

3. Grundlagen der pädagogische Arbeit und ihre Ziele 

3.1 Kita als Bildungsort

Kinder sind von Geburt an aufmerksam für die Dinge, die um sie herum geschehen und wollen ihnen auf den Grund gehen. Eine unbändige Wissbegier ist der Motor ihres Lernens.

„Kinder lernen nur das, was sie wollen, nicht das, was sie sollen“

Wir begleiten und unterstützen die Kinder indem wir:

- ihnen Anregungen zur Ideenfindung und zur Verwirklichung ihrer Ideen geben

- Räume so gestalten, dass sie Bedingungen für kreatives Tun und anregende Spielideen vorfinden

- sie darin stärken an ihre Fähigkeiten zu glauben

- vielfältige Materialien frei zugänglich bereitstellen, so dass ein Kennenlernen und Ausprobieren möglich wird 

- mit ihnen Regeln entwickeln, überprüfen und gegebenenfalls verändern

- ihnen Grenzen und Strukturen aufzeigen, unterschiedliche Sichtweisen und Interessen verdeutlichen

- ihnen ein Vorbild sind und uns authentisch zeigen

Unsere Aufgabe ist es, Selbstbildungsprozesse durch eine anregungsreiche Umgebung und pädagogische Begleitung zu fördern.

Die Kita erweitert, als neuer Erfahrungs- und Lernraum, die Lebenswelt der Kinder, denn hier haben sie die Möglichkeit durch soziale Kontakte und soziales Lernen sich in ihrer Lebenswelt zu orientieren.

Wir wollen günstige Bedingungen schaffen, in denen jedes Kind Aufmerksamkeit und Zuwendung erfährt. 

3.2 Klangschalenpädagogik als Kernpunkt unserer Arbeit

Unser Konzept der Klangschalenpädagogik richtet sich inhaltlich nach Peter Hess.

Klangschalen laden zum Experimentieren und zum kreativen Spielen ein. Die Klangschale ist ein Instrument, dem man eine Vielfalt von Tönen entlocken kann. Sie glänzen golden, regen alle Sinne an und wenn man sie mit dem Schlägel zum Klingen bringt, ertönt ein vielfältiger, faszinierender Klang, der im Inneren berührt. Ein Bild kann verdeutlicht, was in ihrem Körper passiert, wenn sie eine Klangschale auflegen und erklingen lassen und kann helfen die Wirkung von Klang zu verstehen.

Lässt man einen Stein in einen Teich fallen, so entstehen konzentrische Wellen, die sich über den gesamten Teich ausbreiten. Jedes Wassermolekül wird auf diese Weise in Bewegung versetzt. Ähnliches geschieht, wenn Sie eine Klangschale in der Hand halten und diese zum Klingen bringen. Der menschliche Körper besteht zu etwa 70- 80% aus Wasser und anderen Körperflüssigkeiten. Die Schwingungen lösen in unserem Körper konzentrische Wellen aus.

Alle Erzieher*innen der Kita Traumschön absolvieren eine Weiterbildung zum KliK®-Praktiker nach Peter Hess, um gezielt mit den Klangschalen arbeiten zu können. Die pädagogische Leitung der Kita absolviert die Ausbildungen zum KliK®-Praktiker, Basic Trust Coach, Entspannungstrainer für Fantasie- und Klangreisen nach Peter Hess.

Klangschalen und Gongs begleiten uns durch den Kitaalltag. Alle Klangmaterialien stehen den Kindern im Spielalltag frei zur Verfügung, um Kontakt aufzunehmen, zu experimentieren und sich im Umgang mit der Klangschale auszuprobieren. Die Kinder lernen im Umgang mit der Klangschale Achtsamkeit und Sorgfalt.

Klangschalen und Gongs werden bei uns außerdem begleitend im Tagesgeschehen eingesetzt, u. a. im Morgenkreis, in Gesprächsrunden, zur Konfliktlösung, Begleitung der Mahlzeiten, Ruhephasen, in Klangmassagen, Fantasiereisen, für Klangobst, Klangsuppe, kreativem Forschen usw.

Den Kindern sind die Klänge vertraut und sie werden als Ritual wahrgenommen. Ein Wechsel von Situationen kann durch den Einsatz von Klangschalen und Gongs somit vereinfacht werden. 

Nicht nur im Bereich der Wahrnehmungsförderung sind die Klangschalen ein faszinierendes und effektives Instrument, die Ruhe, Sicherheit und Gelassenheit bringen. Weitere Förderungspunkte sind:

- Selbstwirksamkeit

- Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit

- Soziale Kompetenzen

- Stressprävention

- Konfliktfähigkeit

- Stärkung und Näherung des Urvertrauens

- Förderung der ganzheitlichen Entwicklung

Wir bieten Ihnen bei Interesse weitere Informationen über die Arbeit mit Klangschalen an.

3.3 Weitere Kernpunkte unserer Arbeit 

Ein Augenmerk unserer Arbeit legen wir auf biologische Vollwertkost. Das körperliche und seelische Wohlbefinden schaffen wir durch den Wechsel von Bewegung, Anspannung und der Ruhephase.

Weiterhin spielen Musik und nachhaltige Entwicklung eine große Rolle in unserem Alltag. Durch Kreativität, Sprache und Musik drücken sich Kinder aus und erfahren ihre Wirkung. In unseren Aktionen vernetzen sich körperliche, visuelle und auditive Eindrücke. 

Bei der Ausstattung der Kita haben wir uns bewusst für den Kernpunkt der naturnahen Einrichtung entschieden. In den Räumen finden sich zumeist Bauten, Konstruktionen und Dekorationen aus Naturholz. Wir bieten unter Anderem nachhaltige Materialien aus der Natur zum Spielen an. Dies kann zum einen der Umwelt helfen und regt bei den Kindern die Fantasie und Kreativität an. 

3.4 Unser Bild vom Kind

Wir sehen Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Eigenschaften, Fähigkeiten und Emotionen. Ihre Fragen und Neuentdeckungen nehmen wir ernst, greifen sie auf, helfen ihnen damit Zugang zur Welt und anderen Lebensbereichen zu finden. Kinder sind von Anfang an neugierig auf die Welt und wollen sie selbständig entdecken. Sie eignen sich ihre Welt durch Spielen, Probieren, Experimentieren und Hinterfragen an. Umgeben von vertrauensvollen Beziehungsstrukturen bieten wir ihnen Schutz, Respekt und die Möglichkeit selbstwirksam zu sein. Wir versuchen, die individuellen Besonderheiten eines jeden Kindes zu erkennen und darauf aufzubauen.

3.5 Die Beteiligung der Kinder

Die Grundhaltung für partizipative Prozesse ist die Kinder als Experten in eigener Sache zu sehen. Wir beteiligen die Kinder altersgemäß am Kitaleben im Rahmen ihrer Erziehung und Bildung. Im wertschätzenden Dialog bringen sich Kinder mit Ideen, Empfindungen und Sichtweisen ein und beeinflussen aktiv den Alltag. Wir berücksichtigen ihre Fähigkeiten und das wachsende Bedürfnis zu selbstständigem und verantwortungsbewussten Handeln. Das Selbstbewusstsein wird entwickelt, in dem Kinder ihren eigenen Kräften vertrauen, ihre Gefühle, Probleme und Ideen äußern.

Bei uns entscheiden die Kinder, entsprechend ihrer Möglichkeiten, im Rahmen unserer Fürsorge und erforderlichen Hygienevorschriften mit:

Bei der Tagesgestaltung, nach dem Situationsansatz

- beim Spiel 

- beim Essen

- beim Schlafen

- bei der körperlichen Pflege

3.6 Die Rolle als Erzieher*in

Wir sind ein gemischtes Erzieherteam aus unterschiedlichen Erfahrungsbereichen. Unser Team arbeitet miteinander und pflegt eine offene und harmonische Teamkultur. Unsere Rolle als Erzieher*innen ist gekennzeichnet von einer Vielzahl von Anforderungen und Erwartungen.

Für uns bedeutet das u.a:

- die Bedürfnisse und Interessen der Kinder zu kennen und ihnen im Rahmen der Möglichkeiten und unter Berücksichtigung der Gemeinschaft gerecht zu werden, uns Zeit zu nehmen

- anregender, lenkender und helfender Partner zu sein

- das soziale Umfeld der Kinder zu kennen

- während des Kitaaufenthalts die Rolle der Bezugspersonen zu übernehmen

- die Kinder zu ermutigen eigene Erfahrungen zu machen, nach Lösungen zu suchen und ihnen dabei Hilfe anzubieten 

- Bedingungen schaffen, in denen Kinder sich wohlfühlen 

- auf ihre Stärken aufbauen

- den Kindern Regeln zu vermitteln und deren Einhaltung einzufordern

- die Kinder als Spiegel zu nehmen, denn sie zeigen uns, wo etwas verändert werden muss

- in der Beobachtung zu bleiben um das Kitageschehen Ihren Bedürfnissen entsprechend zu gestalten

- mit den Kinder Spaß zu haben und es auch zu zeigen, ebenso wie Trauer, Angst und Wut

Als Bezugspersonen sind wir liebevoll und konsequent, verständnisvoll und jedem Kind gegenüber aufmerksam. Wir schaffen eine offene Atmosphäre im Team, um unsere Rolle als Erzieher*innen immer wieder kritisch zu hinterfragen und einem professionellen Anspruch gerecht zu werden.

3.7 Auszubildende

In unserer Kita bilden wir Erzieher*innen berufsbegleitend aus. Auszubildende genießen in unserem Haus Anerkennung und Wertschätzung. Der Ausbildungsprozess wird bewusst gestaltet und es finden regelmäßig Anleitungsgespräche mit den Mentoren statt. Die Leitung und Fachberatung stehen den Azubis beratend zur Verfügung. Es finden Reflexion- und Feedbackgespräche statt, die die Auszubildenden in ihren Handlungs-, Fach- und Methodenkompetenzen stärken und festigen. Auch hausübergreifend werden Veranstaltungen und Schulungen von der Fachberatung angeboten. (Azubitisch)

Weiterhin ermöglichen wir Praktika für Schüler und Berufsschüler, um Einblick in den Kitaalltag zu gewinnen.

 

4. Bildung und Erziehung

4.1 Unsere Ziele, Kernpunkte und Aufgaben der pädagogischen Arbeit

„Wer sein Ziel kennt, findet den Weg“!

Wie jede menschliche Arbeit, ist auch Erziehungsarbeit eine zielgerichtete Arbeit. Daher ist es unerlässlich Ziele zu bestimmen. Wir bauen bei den Kindern Ich-, Sozial-, Sach- und Lernkompetenzen auf und fördern diese.

Ich- Kompetenzen

eigene Schwächen und Stärken bewusst werden und auf die Stärken vertrauen

Lernen für eigene Rechte einzustehen und sich gegen Unrecht wehren

Sozial- Kompetenzen ( Leben in der Gemeinschaft)

- Bedürfnisse, Erwartungen und Gefühle anderer wahrnehmen, achtungsvoll miteinander umgehen

- Regeln und Normen des Zusammenlebens vereinbaren und deren Einhaltung kontrollieren

- Konflikte aushandeln und Kompromisse schließen

- Kritik äußern und annehmen

Sach- Kompetenzen

- mit allen Sinnen differenziert wahrnehmen und Gemeinsamkeiten, sowie Unterschiede erkennen

- sprachlich treffend und grammatikalisch richtig äußern, um eigene Wünsche, Gefühle und Absichten anderen verständlich zu vermitteln

- theoretisches und fachliches Wissen und Können aneignen, Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden

Lernmethodische- Kompetenzen

- Lust am Lernen entwickeln

- Fähigkeiten entwickeln, sich selbst Wissen und Können anzueignen

- Erkennen, dass Anstrengung zum Erfolg führen kann

- Geduld zur Wiederholung und Übung entwickeln

4.2 Bildungsbereiche

Die Bildungsbereiche beschreiben die „Zugänge zur Welt“. Im Kita-Alltag, in Projekten, im Spiel der Kinder, in der Raumgestaltung verzahnen sich die Bereiche.

Nach dem Berliner Bildungsprogramm gibt es folgende Bildungsbereiche:

- Gesundheit

- Soziales und kulturelles Leben

- Kommunikation: Sprache, Schriftkultur und Medien

- Kunst: Bildnerisches Gestalten, Musik, Theaterspiel

- Mathematik

- Natur – Umwelt - Technik 

4.3 Bildungsräume 

Unser Raumkonzept soll Kindern, Eltern und Pädagogen Struktur und Orientierung bieten. 

Das Himmelzimmer bietet den Kindern umfassende Möglichkeiten zum Musizieren, sich zurückziehen, Ausruhen, Zeit zum Träumen, sowie Gelegenheiten für unterschiedliche Klangerlebnisse. 

In unserem Rollenspielraum gibt es Verkleidungsmöglichkeiten, eine Puppenecke, Kinderküche, Nischen und Themenkisten. Vielfältige Materialien laden ein in Rollen zu schlüpfen und diese auszuleben Das Spiel mit verschiedenen Identitäten unterstützt Kinder beim Aufbau des Selbstbewusstseins und des eigenen Ichs. Ein eingebautes Podest schafft Aussichten und Darstellung unterschiedlicher Perspektiven.

Im Aktionsraum wird den Kindern eine Vielfalt an Materialien geboten, welche zur Eigenkreativität und zu Konstruktionsspielen anregen. Es stehen Hölzer, Bausteine unterschiedlicher Größen und Beschaffenheit, sowie Steckspiele und andere Spielsachen zum Bauen zur Verfügung. Das Konstruieren im kleinen und großen Stil ist besonders wichtig um Erfahrungen von Raum und Material zu machen. Kinder erfahren, wie sie selbst vorgehen um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Sie probieren sich in schöpferischem Gestalten und erproben gesetzmäßige Grenzen. Diese besonderen Spielerfahrungen stärken Kinder in ihren motorischen Fähigkeiten und ihrem Selbstwertgefühl.

Künstlerische, naturwissenschaftliche und technische Grunderfahrungen können die Kinder in unserem Kreativraum sammeln. Ein vielfältig gefülltes Regal mit Ampelsystem lädt ein sich im freien, kreativen Gestalten auszuprobieren. Durch unterschiedliche Materialien und Hilfsmittel erhalten die Kinder die Möglichkeiten zum Experimentieren und demzufolge immer neue sinnliche Erlebnisse und Sacherfahrungen zu sammeln. 

Unsere Krippenräume bieten den jüngsten Kindern Platz. In liebevoll hergerichteten Funktionsecken finden die Kinder verschiedene Möglichkeiten kleinkindlicher Tätigkeiten. Eine gemütlich gestaltete Atmosphäre mit Polstern, Tüchern und Kissen. Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit sich in unseren anderen Räumen auszuprobieren.

In unserem Raumkonzept ist eine Doppelfunktion der Räume verankert. Die Räume können entsprechend den Bedingungen zum Forschen, Essen, Schlafen sowie für Morgenkreise und Klangerlebnisse genutzt werden. Auch Bücherecken sind in jeden Raum vorhanden.

Der Garten befindet sich im Innenhof der Kita und ist ein naturnahes, selbstgestaltetes Außengelände mit

- Matschküche

- Sandkasten

- Stufenbühne

- Hochbeete

- Kompost

- Sitz- und Essbereich

- Bewegungsparcours

- Materiallager

Sinnliche Erlebnisse und Körpererfahrungen stehen im Vordergrund. In unserer Spieloase sind die Kinder im Freispiel aktiv, lustvoll und kreativ beschäftigt. 

Unsere BIO- Kräuter- und Pflanzen werden von uns selber gepflegt. Die Ernten werden nachhaltig, bewusst und schonend verarbeitet und in der Gemeinschaft verzehrt, so gibt es z. B. Tee aus eigenem Anbau. Unter anderem lernen die Kinder die Naturgesetze kennen, haben die Möglichkeit das Pflanzenwachstum zu beobachten, die Tierwelt zu erforschen, um somit die Lebenszusammenhänge besser verstehen zu können.

Die Kinder beteiligten sich an der Umgestaltung des Gartens. 

Der Wald bietet uns einen zusätzlichen Bildungsraum. Die Gruppe erlebt sich anders, das Konfliktpotential verringert sich, alle Sinne (hören, riechen, schmecken, tasten, sehen, Gleichgewicht und Bewegung) werden angeregt und gefördert. In entspannter Atmosphäre und ohne vorgefertigte Materialien können die Kinder ihre Kreativität ausleben, Stille genießen, Weite erfahren und Fantasie erleben. In der Natur werden wertvolle Entdeckungen und Erfahrungen gemacht. 

4.4 Arbeiten nach dem Situationsansatz

Im Situationsansatz werden alltägliche Situationen und Themen aufgegriffen. Wir orientieren uns an der Lebenswelt der Kinder. Es geht nicht darum spontan dem Handeln von Kindern zu folgen. Wichtig ist viel mehr, dass die pädagogischen Fachkräfte die Lernmotivation der Kinder aufgreifen und unterstützen sowie die Themen gemeinsam mit den Kindern ermitteln.

Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an diesen Interessen und Bedürfnissen der Kinder. Es gilt, den Alltag, das Zusammenleben in der Kita zum Ausgangspunkt und Gegenstand des gemeinsamen Lernens zu machen. Die Kinder werden an der Planung und Gestaltung des Tagesablaufs beteiligt. Lebenspraktische Fertigkeiten (Schneiden, Schleife binden etc.) werden nicht isoliert ohne Sinnzusammenhang vermittelt. Kinder sollen wissen, warum und wofür sie etwas tun. Dabei ist uns Selbstmotivation  sehr wichtig. Kinder und Erzieher*innen schaffen gemeinsam Möglichkeiten um die Ideen und Wünsche ausleben zu lassen. Im freien Spiel wählen die Kinder nach eigenen Interessen eine Beschäftigung und Spielpartner aus. Die Erzieher*innen halten sich beobachtend zurück und geben, sofern es von den Kindern gewollt ist, Anreize und erweitern damit gegebenenfalls ihr Spiel. Alle Kinder werden mit einbezogen und dem Alter entsprechend beteiligt. 

 

4.5 Entwicklungsspezifische Förderung 

Das Leben und Lernen in der Kitagemeinschaft zeigt dass jeder einzigartig ist. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo, wofür ihm entsprechend Zeit in seinen Aktivitäten eingeräumt wird. Kinder erleben unterschiedliche Verhaltensweisen, Entwicklungsstände, erfahren Toleranz und Integration. Hier wollen wir den Kindern Möglichkeit bieten, in kleineren Gruppen Ihre Selbstwirksamkeit zu spüren. Unter anderem stehen uns im Team Facherzieherinnen im Alltag zur Verfügung. Da uns bewusst ist, dass die Kinder verschiedener Altersgruppen andere Bedürfnisse haben, unterscheiden wir zwischen Nest- und Elementarbereich.

In unserem Nestbereich finden unsere Kleinsten, im Alter von 1 bis ca. 2,5 Jahren, Platz. In der Eingewöhnungsphase stehen bei uns der Bindungsaufbau und der individuelle Tagesrhythmus jedes Kindes im Vordergrund. Sie brauchen noch etwas mehr Zuwendung und Zeit. Die Kleinen können ihrem individuellen Schlafbedürfnis nachgehen. Die Vormittagsgestaltung wird hier kürzer gehalten und altersgerecht gestaltet. Sie befinden sich noch in ihrer eigenen kleinen Welt. Es bedarf hierfür einer besonderen und individuellen Förderung sowie Hilfestellung, um Lebenssituationen bewältigen zu können. Die Kinder müssen Vertrauen in ihre eigenen Kräfte entwickeln und durch eigenes Tun selbstständig und stark für sich selbst und die Gemeinschaft werden. 

Steht bei den jüngeren Kindern zunächst noch der Kontakt zu den wichtigsten- meist Erwachsenen- Bezugspersonen im Vordergrund, wird es im Elementarbereich bedeutsamer, mit anderen Kindern in Beziehungen zu treten. Bei den älteren Kindern werden bereits erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihre Vorstellungen und Deutungen von der Umwelt in Verbindung mit ihrer Selbstwirksamkeit und dem Zusammenleben weiterentwickelt.

4.6 Inklusion

In unserer Kita gibt es eine Vielfalt von Familien, Sprachen, Herkunft und Individuen. Für uns bedeutet Inklusion jedes einzelne Kind in seiner Lebenssituation, mit seinen individuellen Voraussetzungen und Fähigkeiten wahr und ernst zu nehmen. Die Betreuung und Förderung der Kinder erfolgt gemeinschaftlich. Alle Kinder lernen voneinander und miteinander. So kann die Förderung im Sozialraum gelingen. 

Pädagogen mit der Zusatzqualifikation zur Fachkraft für Integration unterstützen und begleiten die Fachkräfte im Alltag und bei der Beobachtung und Dokumentation der Lern- und Entwicklungsprozesse. Sozialpädagogische Förderung der Kinder mit besonderem Bedarf betrachten wir nicht als isolierte Handlung, sondern sehen es als Aufgabe aller pädagogischen Fachkräfte an, alle Kinder teilhaben zu lassen.

4.7 Gestaltung des Tagesablaufs

Die Gestaltung des Tagesablaufs bieten den Kindern Orientierung und Sicherheit. Er beinhaltet aber auch Spielraum für spontane Veränderungen, die sich aus aktuellen Ereignissen und Bedürfnissen ergeben.

Die Elemente der Tagesgestaltung wie Begrüßung, Morgenkreis, Mahlzeiten, pädagogische Arbeit, Freispiel, Ruhephasen und Verabschiedung kehren täglich wieder.

4.7.1 Tagesstruktur

- 07:00 – 08:30 Uhr Ankommen der Kinder, gruppenoffen in den Räumen/ Hof

- 08:30 – 09:15 Uhr Frühstück, in zwei Speiseräumen bzw. Hof

- 09:15 – 10:00 Uhr pädagogische Zeit in den Bezugsgruppen

- 10:00 – 11:00 Uhr Tagesgestaltung u.a. gruppenübergreifend

- 11:00 – 12:00 Uhr Mittagessen, gestaffelt

- 11:30 – 14:00 Uhr Mittagspause, Betreuung der Wachkinder, gruppenübergreifend

- 14:30 – 15:00 Uhr Vesper, gruppenoffen

- 15:00 – 17:00 Uhr gemeinsames Freispiel und Abholung der Kinder

4.7.2 Feste und Feiern

Feste und Feiern gehören zu den Höhepunkten unseres Lebens und durchbrechen die wiederkehrenden Abläufe und Pflichten unseres Alltags. Feste und Feiern stärken die Gemeinschaft und heben sich vom Alltag ab.

Die Durchführung von Festen in der Kita ist mit Eltern erwünscht. Eltern können sich am Bio-Buffet beteiligen oder auch Spiel- und Bastelangebote vorschlagen, anbieten und begleiten in Absprache mit dem pädagogischen Team.

Explizit für Geburtstagsfeiern der Kinder wünschen wir uns eine Beteiligung der Eltern in Form von Biokost durch Obst und/oder Gemüseplatten, Kuchen und Gebäck, Knabbereien oder ähnliches mitzubringen.

Feste unseres Kulturgutes sind Bestandteil im Jahreskalender und beinhalten auch gesellschaftlich, traditionell festgelegte Feiern. Diese werden jedoch mit unseren Inhalten gefüllt und definiert. 

4.7.3 Transitionen

Übergänge werden von uns begleitet. Dazu gehören z. B. die Eingewöhnung, die Gruppenübergänge, der Übergang von der Kita in die Schule und Verabschiedung.

Der Übergang in die Schule ist ein einschneidendes Lebensereignis für jedes Kind, aber auch für deren Eltern. Auf die Kinder kommen neue Anforderungen zu, die sie in verhältnismäßig kurzer Zeit bewältigen müssen. Kinder bringen jedoch ihre Lernerfahrungen aus der Kita mit. Im letzten Kitahalbjahr gestalten wir mit den Kindern das Schulübergangsprojekt. Wir schaffen Freiraum für viel Eigeninitiative und die Neugierde auf die Schule wird geweckt. Die Bedürfnisse, Sorgen und Vorfreuden der Kinder stehen im Vordergrund. 

4.7.4 Ausflüge

Ausflüge werden themenbezogen in Ihren Bezugsgruppen gestaltet und umfasst: Spaziergänge, Wald Zeit, Expeditionen, Besuche von kulturellen Einrichtungen etc. 

4.8 Gesunde Lebens- und Ernährungsweise

Durch eine ausgewogene Ernährung fördern wir die Gesundheit der Kinder. Unsere Hauswirtschaftskraft bereitet die Frühstücks- und Vespermahlzeiten täglich frisch zu. Dabei achtet sie neben der Ausgewogenheit auch auf die Wünsche und Vorlieben der Kinder. Bei der Wochenplanung wählt sie zwischen unterschiedlichen BIO-Lebensmitteln aus, so dass der Frühstücks- und Vesperplan gesund und abwechslungsreich gestaltet wird. Den Kindern steht den ganzen Tag ungesüßter Tee und Wasser zur Verfügung. Unser Mittagessen bekommen wir vom „Zauberschuppen“ geliefert, dessen Küche sich in der Kita „Traumzauberwald“ des Trägers in Bohnsdorf befindet. Dort wird das Essen individuell und frisch zubereitet und zur Kita „Traumschön“ nach Oberschöneweide geliefert.

Eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise beschränkt sich nicht nur auf die Kost, sondern auch auf eine ruhige Atmosphäre, in der die Mahlzeiten eingenommen werden (z. B. Beisammensein und Essen, leise Tischgespräche). Als weiteres Lernfeld bieten wir den Kindern gemeinsames Kochen, Backen und Zubereiten von Speisen an.

4.9 Dokumentation und Information

In der Garderobe, im Bad und auf dem Flur befinden sich Informationen mit wichtigen Terminen, Protokollen, Speiseplänen und sonstigen Aushängen. An den Bezugsgruppenpinnwänden finden Eltern Dokumentationen der pädagogischen Arbeit, des Ess- und Schlafverhaltens. Auch langfristige Themen und Projekte werden in Wort, Bild und Werken ausgestellt. Den Eltern obliegt die Informationspflicht. Die pädagogischen Beobachtungen dokumentieren wir in den Sprachlerntagebüchern der Kinder. Die Dokumentation wird bei uns als Rückblick verstanden und beschreibt Situationen aus dem KitaAlltag.

5. Zusammenarbeit mit den Eltern

Eltern (und andere Angehörige) sind und bleiben die wichtigsten Bezugspersonen für Kinder, doch mit Eintritt in die Kita werden pädagogische Fachkräfte zu weiteren Bezugspersonen und die Erziehung wird zur gemeinsamen Aufgabe von Eltern und Erziehern. Wir möchten eine Erziehungspartnerschaft mit den Eltern aufbauen, denn sie sind die Experten für das eigene Kind. 

5.1 Der Übergang von der Familie in die Kita 

Aufnahmegespräch

Die Kita Leitung führt interessierte Eltern im Haus herum, gibt Informationen zur Einrichtung, unserer pädagogischen Arbeit und zum Konzept. Wenn sich Eltern für unsere Kita entschieden haben, erfolgt ein Aufnahmegespräch.

Eingewöhnung

„Auf den Anfang kommt es an“

Wir wollen den neuen Lebensabschnitt des Kindes harmonisch gestalten. Für eine qualitativ hochwertige Kita Zeit ist die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Eltern unabdingbar. In der Eingewöhnungsphase werden die Gewohnheiten jedes einzelnen Kindes berücksichtigt. Es ist wichtig, die jeweilige Lebenssituation des Kindes zu kennen. Dafür nutzen wir das Eingewöhnungsgespräch mit einem Elternfragebogen, um so gezielt die individuellen Bedürfnisse zu erfahren und diese entsprechend berücksichtigen zu können. Die schrittweise Eingewöhnung wird mit liebevoller Zuwendung von einer Bezugserzieherin übernommen. Wir dokumentieren in der Phase der Eingewöhnung das Verhalten und die Fähigkeiten des Kindes, um die Entwicklung angemessen begleiten zu können und mit den Eltern im Gespräch zu bleiben. Zum Abschluss der Eingewöhnungsphase gibt es ein Austausch zwischen Eltern und Pädagogischer Fachkraft. Die Eingewöhnung in der Kita „Traumschön“ orientiert sich am Berliner Eingewöhnungsmodel (die Eingewöhnungsbroschüre erhalten Sie mit Vertragsabschluss), in dem jedes Kind in seinem Tempo ankommen darf. LINK

5.2 Unterstützung der Eltern im Alltag

Wir brauchen die Unterstützung aller Eltern, das Vertrauen in uns, als Fachkräfte, die Anerkennung unserer pädagogischen Fähigkeiten, um unsere Arbeit professionell ausführen zu können. Die pädagogische Planung und Ausführung orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und obliegt den Pädagogen. 

Regelmäßigkeit spielt eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Kindern. Die kernpädagogische Betreuung von 9:00 Uhr bis ca. 10:30 Uhr ist daher die wichtigste Zeit im Tagesgeschehen und auch vorgeschriebene Bildungsarbeit. Bis 9:00 Uhr sind alle Kinder in die Einrichtung zu bringen. Morgenkreise bitten wir im Verlauf nicht zu unterbrechen. Sollten Sie sich doch verspäten, gedulden Sie sich bitte und warten den Morgenkreis ab. Selbstverständlich finden wir Regelungen bei vorherigen Absprachen und wichtigen Terminen. 

5.3 Entwicklungsgespräche

Einmal Jährlich führen wir Entwicklungsgespräche durch. Diese beinhalten unter anderem:

- die sprachlichen Fähigkeiten

- das Spielverhalten

- die motorische Entwicklung

- die Selbstwahrnehmung

- das soziale und emotionale Verhalten

- die Kognition

Bei Bedarf und Besonderheiten werden wir auf die Eltern zugehen und zusätzliche Elterngespräche vereinbaren. 

5.4 Elternvertreter

Elternvertreter bilden eine Brücke zwischen Eltern, Pädagogen, Leitung und Träger. In unserer Kita werden am Anfang des Kitajahres die Elternvertreter der Gruppen gewählt. Diese tagen gemeinsam mit der Leitung und einem Vertreter des Trägers um aktuelle Themen zu besprechen. Die Elternvertreter arbeiten eng mit den Erzieher*innen und der Kitaleitung zusammen und vertreten sowohl die Interessen der Kita, als auch der Eltern. Sie organisieren die Elternabende und andere Veranstaltungen mit. Des Weiteren unterstützen sie die Erzieher*innen bei der Durchsetzung von Beschlüssen und der Weitergabe von Informationen.

5.5 Kinderschutz gemäß § 8a SGB VIII: 

Wir legen großen Wert auf die physische und psychische Unversehrtheit von Kindern. Das Kinderschutzkonzept ist auf der Webseite des Trägers hinterlegt. LINK!!!! Um einen sensiblen Umgang mit Risikofällen zu gewährleisten, stehen wir kooperativ mit einer „insoweit erfahrende Fachkraft“ in Verbindung.

5.6 Evaluation und Qualitätssicherung 

Um die Qualität unserer Arbeit zu sichern und um den Mitarbeiter*innen die Möglichkeit zu geben sich in ihren individuellen Kompetenzen und Fähigkeiten weiter zu entwickeln, finden regelmäßig Fort- und Weiterbildungen statt. Neben regelmäßigen Mitarbeiter*innen- und Personalentwicklungsgesprächen erhalten die Mitarbeiter*innen Fachberatungen und bei Bedarf Supervision. Einmal im Monat finden eine Teamsitzung und wöchentlich eine Teamberatung statt. Im Jahr stehen dem Team 4 Studientage zur Verfügung, an denen die Kita schließt. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Eine regelmäßige Überprüfung unserer pädagogischen Arbeit entsprechend des Berliner Bildungsprogramms findet in der Einrichtung statt. Unsere Arbeit wird kontinuierlich und systematisch reflektiert, um sie zu verbessern. Auch mit Hilfe der internen Evaluation überprüfen wir unsere Ziele und die Qualität unserer Arbeit. Die Auswertungen und Reflexionen der pädagogischen Arbeit finden mitunter in Teamsitzungen, in Fallbesprechungen statt. In der Fremdevaluation wurden wir von der Senatsverwaltung als „Gute gesunde Kita“ zertifiziert. Weitere externe Evaluationen zu diversen Themen erfolgen im 5-Jahres-Rhythmus. 

Für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedarf es einer regelmäßigen Verständigung zwischen Eltern und Pädagogen, sowie Vertrauen, Respekt, wechselseitige Wertschätzung und Dialogbereitschaft. Fehlende Abstimmungen hingegen können zu Konflikten führen. Bei Konflikten und Anregungen gibt es das konzeptionelle Beschwerdemanagement. Der Ablaufplan bietet Sicherheit im Umgang mit aktueller Kritik. Die Kinder- und Elternzufriedenheit liegt uns sehr am Herzen. Beschwerden sehen wir als Chance für unsere Weiterentwicklung an. LINK!!!!!

Schlusswort

Diese Konzeption hat das Team der Kita Traumschön im Juni 2020 gemeinsam überarbeitet. Es ist das Ergebnis eines lebendigen Prozesses. Für alle Mitarbeiter*innen ist es eine verbindliche Grundlage der täglichen Arbeit.